Welche Cannabis-Pflanze passt zu mir?

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Welche Cannabis-Pflanze passt zu mir?

Was sind die Besonderheiten der Pflanze und seit wann nutzen und konsumieren Menschen Cannabis?

Heute verraten wir Dir etwas über die 3 Hauptsorten, in die, die Cannabis-Pflanze unterteilt wird, seit wann wir sie nutzen und konsumieren und was deren Besonderheiten sind. Lass uns herausfinden, welche Sorte am besten für Dich und Deine Bedürfnisse geeignet ist!

Es gibt unzählig verschiedene Cannabis Sorten und jede unterscheidet sich im Wuchs, Ertrag, Geschmack, Aroma und Wirkung. Jede einzelne von ihnen hat etwas gemeinsam:

Cannabis gehört zur Familie der Hanfpflanzen und wird in drei Hauptsorten unterteilt - Sativa, Indica und Ruderalis. Der Hauptwirkstoff THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol) gehört zur Stoffgruppe der Cannabinoide. Er ist in allen drei Sorten enthalten und bis zu 80 weitere Cannabinoide in unterschiedlichen Mengen stecken in jeder Sorte. So wirken manche beruhigend und andere eher anregend oder halluzinogen.

Schon seit Jahrtausenden wird Cannabis als Nutz- und Heilpflanze verwendet und daraus z.B. Heilmittel, Kleidung und Fischnetze gemacht. Aus Asien kam die Pflanze über den Mittleren und Nahen Osten nach Europa und Amerika. Ihre berauschende Wirkung wurde hier erst um die 1850er bekannt. Im Jahr 1971 wurde das Opiumgesetz, das den Umgang mit Betäubungsmitteln regelte, vom Betäubungsmittelgesetz (BtMG) abgelöst, in dem Regeln für das Strafmaß, den Besitz, Handel und die Verschreibung von Cannabis festgelegt wurden.

Nun hat der Bundestag für eine kontrollierte Freigabe von Cannabis in Deutschland gestimmt. Besitz und Anbau werden zum 1. April für Volljährige mit Vorgaben legal, sowie der Konsum mit Einschränkungen straffrei!

Kommen wir zu den Unterschieden der Pflanze und erfahre, wie Du die einzelnen Sorten für Dich nutzen kannst:

 

Sativa – [gewöhnlicher Hanf]

1753, Carl von Linné (schwedischer Naturforscher)

  • bekannteste Hanfsorte
  • meisten Variationen an Cannabinoiden
  • meisten Wirkstoffe und chemische Verbindungen
  • bevorzugt: warmes Klima, viel Sonnenlicht
  • Anbaugebiert: Raum um den Äquator (Thailand, Kolumbien, Jamaika, Mexiko)
  • bis zu 2 Meter Wuchshöhe
  • viele Blüten
  • hoher Ertrag Wirkstoff: THC (hoch), CBD (niedrig)

Wirkung: zerebraler Rausch, verleiht Energie und wirkt erhebend, motivierend, konzentrationsfördernd und/oder erhöhte Wachsamkeit, steigernde Kreativität, reduziert Übelkeit, fördert Gefühl des Wohlbefindens, stimuliert den Appetit

 

Indica – [indischer Hanf]

1785, Jean Baptiste de Lamarck (Biologe in Indien)

  • klein, kompakt und robust
  • bevorzugt: kaltes, raues Klima
  • Anbaugebiert: Berggebiet (Indien, Pakistan, Afghanistans)
  • kurze Blütezeit
  • Wirkstoff: THC (hoch), CBD (hoch)

 

Wirkung: körperlicher Rausch, Muskelrelaxans, reduziert Entzündungen, effektive Schmerzlinderung, hilft in den Schlaf zu finden, Appetit anregend, Erhöhung der Dopaminproduktion, Linderung von Stress und Angst, (Hoher CBD-Gehalt = Abmildern der Wirkung von THC auf den Körper und Geist)

 

Ruderalis – [wild wachsender Hanf]

1926, Dmitrij Janischwesky (russischer Botaniker)

  • Mittelweg von Sativa und Indica (besitzt Eigenschaften beider Sorten)
  • bevorzugt: kaltes Klima
  • Anbaugebiet: Russland, Norwegen, Mongolei
  • Blüte wird von keinem Lichtzyklus gesteuert
  • widerstandsfähig, selbstblühend, wächst schnell
  • Blütephase schon nach ca. 3-4 Wochen
  • kleine Blüten
  • kleiner Ertrag
  • Wirkstoff: THC (niedrig), CBD
  • wird gerne in der Medizin eingesetzt

 

Wirkung: Ruderalis enthalten sehr geringe Mengen an THC und CBD, so dass die Verwendung in ihrer reinen Form keine spürbare Wirkung produziert und sie somit für den Hausgebrauch eher wertlos ist. Wenn sie allerdings mit Sativa oder Indica Sorten gekreuzt wird, kann dies ein großer Vorteil für viele Erzeuger werden. Man kann die Pflanze mit wenig Aufwand erhalten und direkt nach der Ernte neu anpflanzen, sowie im freien Anbau.

 

Hybride

Obwohl Sativa, Indica und Ruderalis drei sehr unterschiedliche Cannabisfamilien sind, lassen sich alle untereinander kreuzen und ermöglicht es, die Eigenschaften ihrer Sorten noch besser anzupassen, damit immer mehr beeindruckende Sorten entstehen können.